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30. August 2026 · 4 Min. Lesezeit

SVG, DXF, EPS oder PDF: Welche Datei will deine Maschine?

Porträt von Greg Dlubacz

Greg Dlubacz

Design Engineer

Jemand will „die Vektordatei“, und im Exportmenü hast du vier Optionen. Alle enthalten Pfade. Austauschbar sind sie nicht, und wer das falsche schickt, bekommt meist eine höfliche E-Mail mit der Bitte um eine andere Datei.

Wofür jedes Format da ist:

SVG

Nimm es für: Web, Figma, Inkscape, Cricut, Silhouette, alles, was auf einem Bildschirm oder einem Hobbyplotter landet.

SVG ist ein offener Webstandard, und das ist sein großer Vorteil. Es ist XML, also in einem Texteditor lesbar, per Skript bearbeitbar, mit CSS gestaltbar und animierbar. Jeder Browser stellt es nativ dar. Jedes moderne Designtool öffnet es.

Beim Hobbyplotten ist SVG das Standardformat für den Import. Cricut Design Space und Silhouette Studio nehmen es beide an.

Wo es nicht reicht: Die meisten CAD- und CAM-Programme nehmen es nicht an, und viele Druckereien akzeptieren es nicht. SVG unterstützt echte Einheiten, darunter Millimeter und Zentimeter, über width, height und viewBox. Das praktische Problem: Importprogramme deuten sie unterschiedlich, sodass die beabsichtigte und die tatsächliche Größe nicht immer übereinstimmen. Prüf nach dem Import, statt es anzunehmen.

DXF

Nimm es für: Laserschneider, CNC-Fräsen, Plasmaschneider, Wasserstrahlschneiden und CAD-Workflows.

DXF ist das Austauschformat von AutoCAD und seit Jahrzehnten die gemeinsame Sprache der Maschinenarbeit. Lightburn, Fusion 360, LibreCAD und praktisch jedes CAM-Paket lesen es.

Wo es nicht reicht: keine Farbfüllungen im brauchbaren Sinn, keine Verläufe, keine Transparenz. DXF beschreibt Geometrie, nicht Aussehen. Schickst du eine DXF in der Erwartung, dass die Farben deines Logos erhalten bleiben, wirst du enttäuscht. Das Format macht damit nur seinen Job.

Worauf du achten musst: Einheiten. Eine DXF kann eine Einheiteneinstellung enthalten, aber es ist nicht garantiert, dass sie stimmt oder überhaupt vorhanden ist. Der Wert INSUNITS in AutoCAD kann null sein, also ohne Einheit, und solche Dateien sind häufig. Geh nie davon aus, dass die physische Größe mit der Datei mitgereist ist. Prüf die Gesamtmaße in der Software, die sie öffnet oder schneidet, bevor du schneidest.

EPS

Nimm es für: Druck, ältere Illustrator-Workflows, manche Schilderwerkstätten, manche Stickprogramme.

EPS ist PostScript in einer Hülle, und es ist alt. Dass es noch existiert, hat vor allem mit Kompatibilität zu tun: Viele Druckereien verlangen seit zwanzig Jahren EPS und sehen keinen Grund, damit aufzuhören.

Verlangt eine Druckerei EPS, schick EPS. Mit dem Argument, PDF sei technisch moderner, gewinnst du nichts.

Wo es nicht reicht: PostScript kennt kein eigenes Transparenzmodell, deshalb wird Transparenz beim Export reduziert, was das Aussehen überlappender Motive verändern kann. Auch das Farbmanagement ist umständlicher als bei PDF.

PDF

Nimm es für: Druck, Korrekturabzüge für Kunden, alles, was überall gleich aussehen und von jedem geöffnet werden muss.

PDF ist das sicherste Format, das du einem Menschen schicken kannst. Es öffnet sich auf jedem Gerät, behält Vektoren und Schrift, geht richtig mit Farbe um, und niemand muss etwas installieren. Anders als EPS kann es echte Transparenz enthalten, ein Grund, warum moderne Druck-Workflows es bevorzugen.

Es ist auch die richtige Antwort, wenn du nicht sicher bist, was der Empfänger öffnen kann.

Wo es nicht reicht: In der Praxis kein Format zum Bearbeiten, und die meiste CAM-Software nimmt es nicht an.

Die Kurzfassung

Du schickst es anSchick
Eine Website oder eine AppSVG
Figma, Inkscape, IllustratorSVG
Cricut oder SilhouetteSVG
Einen Laserschneider oder eine CNC-MaschineDXF, mit geprüfter Größe
Eine Druckerei, die EPS verlangt hatEPS
Eine Druckerei, die nichts vorgegeben hatPDF, und frag nach ihren Einstellungen für druckfertige Dateien
Einen Kunden, der es sich nur ansehen willPDF
Du weißt es wirklich nichtPDF zum Ansehen, und frag, womit sie arbeiten müssen

Zwei Regeln, die die meisten Probleme verhindern

Frag vor dem Export nach. „Welches Format brauchst du, und in welcher Größe?“ ist eine Nachricht und spart eine Runde hin und her. Druckereien haben Vorlieben, und die drehen sich meist darum, was ihre konkrete Software ohne Murren verarbeitet.

Behalte eine bearbeitbare Masterdatei. Egal, was du lieferst, behalte das SVG. Die gelieferte Datei ist eine Kopie für einen Zweck; die Masterdatei ist das, worauf du zurückgreifst, wenn sich der Zweck ändert. Eine reduzierte EPS wieder in etwas Bearbeitbares zu verwandeln ist schlimmer, als neu zu exportieren.

Tracer exportiert alle vier aus einem einzigen Upload. SVG ist für immer kostenlos; DXF, EPS und PDF gibt es mit Pro. Probier es aus.

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Du weißt, worauf es ankommt.
Prüf es an deinem eigenen Bild.

Lade es hoch und vergleiche den Vektor mit dem Original, bevor du etwas herunterlädst. Der SVG-Export ist kostenlos.